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Katastrophen-Risiko-Management erfordert klare Ziele. Hierfür ist es notwendig, unerwünschte Situationen zu definieren, um diese durch ein geeignetes, langfristig angelegtes Managementkonzept zu verhindern, oder aber deren Auswirkungen zu minimieren. Den Naturwissenschaften, vor allem Erdwissenschaften, den Sozialwissenschaften und Ingenieurwissenschaften kommt bei der Analyse der definierten Situationen eine besondere Rolle zu.
Um die Rolle des Menschen und seiner Umwelt im Kontext des Katastrophen-Risiko-Managements zu verdeutlichen benutzt Pof. Okada von der Kyoto Universiät (Japan) das sogenannte Pagodenmodell.
Es verdeutlicht, dass Veränderungen in der Umwelt, Auswirkungen auf die dort unterschiedenen Ebenen unserer Gesellschaft und unsere “Infrastruktur” haben können. Im integrierten Katastrophen-Risiko-Management wird versucht alle Ebenen in der Managementstrategie zu berücksichtigen.
Abbildung 1: Pagodenmodell nach Prof. Okada (Kyoto Universität):
Unerwünschte Situationen, wie Hochwässer, Erdbeben, Kontamination von Wasser, etc., treten in Raum und Zeit normalerweise nicht vereinzelt auf. Auf diesem Wissen basiert das “Diagnose”-Konzept im Katastrophen-Risiko-Management. Es geht von einem kontinuierlichem und nachhaltigem Katatsrophen-Risiko-Management aus (Siehe Abbildung 2).
Katastrophen-Risiko-Management erfordert, dass eine unerwünschte Situation und deren Kontext definiert wird. Nachdem Ziele im Rahmen des gesetzten Kontextes definiert wurden, erfolgt in der Regel eine Analyse der gegenwärtigen Situation. Hierbei sind sowohl die räumliche Aspekte als auch die Dimension Zeit zu berücksichtigen. Basierend auf der Analyse erfolgt eine Evaluation der Situation und es können Handlungsempfehlungen und/oder Entscheidungen abgeleitet werden.
Regelmäßige Evaluationen des Kontextes, mit erneuten Analysen und einer Untersuchung der “Performance” der abgeleiteten Handlungsempfehlungen und Entscheidungen, runden einen “Diagnose-Kreislauf” ab.
Abbildung 2: Diagnose-Konzept für ein kontinuierliches Katastrophen-Risiko-Management. Das Beispiel wurde für Japan entwickelt.
Literatur:
A) Überblick über integriertes Katastrophen-Risiko-Management (PDF): Okada et al. (2004) Integrated Research on Methodological Development of Urban Diagnosis for Disaster Risk and its Applications.
IB) Ein Beispiel für integriertes Katastrophen-Risiko-Management (PDF): Hartmann et al. (2004) Integrated disaster risk management strategy to prevent exposure to hazardous substances due to inundation triggered releases: a concept for Japan.
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